Berghalde im Winter
Absinkweiher Grube Reden
Pforte zur Villa
Einfahrtstor zur Villa

discret landscape 2006

Landmarke Pfeil in der Erde II
Das Rad
Blitz
Landmarke Pfeil
Innerhalb einer Landschaft gesetzt verweisen uns Installationen in eigener Art auf das un-
beständige Wesen der Dinge. Sind wir es doch gewohnt, dass unsere Architekturen große Zeiträume überdauern. Und diese sind in der Regel länger, als wir Lebenszeit für uns in An-
spruch nehmen können. Auch Kunstwerke transportieren ihre Botschaften über viele Gener-
ationen hinweg.
Hier sind nun solche irritierende Zeichen
in einer Industrie-Landschaft platziert worden, deren Materialien aus ihrem Verfall und Niedergang entstammen und die selbst nur für eine sehr kurze und unbestimmte Zeit darin wirken können.
Mit dem Gelände der Grube Reden verbinden mich die Kataloge meiner Kindheitserinnerung-
en. In den frühen achtziger Jahren entstanden dort viele Aufnahmen zu dem Multi Media Pro-
ekt
Apocalypsis cum figuris. Nun im Jahre 2006 gab es eine intimere Aktion. Keinerlei Vorbe-
reitungen waren vonnöten. Allein das vor Ort gefundene Material wurde dabei eingesetzt.
Hatte ich beim
Projekt Apokalypse noch viele Helfer und Mitstreiter, so war es diesmal ein kontemplatives Arbeiten aus dem Moment heraus, auf den Raum bezogen.
Suchen, Finden , Gestalten. - In der Stille entstanden dabei Betrachtungen, die das Jetzt und das Gestern zu einem Amalgam verschmolzen.
Abraumhalde der Grube Reden 1962
Die gleiche Halde 30 Jahre später. Perspektive über den ehemaligen Absinkweiher.
Ich bin im Grubengelände des Bergwerkes Reden in den sechziger Jahren aufgewachsen. Unsere Straße, eine Sackgasse, mündete in das Areal. Unser Haus stand neben dem "Holzplatz" und der Blick auf das sysiphoshafte Auf und Ab der beiden Loren prägte alle Tage. Vom Licht in die Tiefe und umgekehrt.- Mich verband jedoch wenig mit dem Gesche-
hen unter Tage. Diese klaustrophobische Welt war mir fern und ich gestattete ihr wenig Raum in meinen Gedanken.
Aber das Oben, mit der spiegelnde Schwärze der Absinkweiher; Einer brennenden Halde aus deren Klüften giftiggelbe Dämpfe Schwefelrosen wachsen ließen; Gewaltige Auf-
schüttungen des Abraums, die dem Grün der Wälder und Wiesen Farben und Leben nahmen und unwirkliche schwarz-weiße Landschaften hinterliessen. Berge, Meere und Sumpf mit den Signaturen vergangenen Lebens im toten Gestein eingepresst. Terraforming en minature. Das alles übte einen sehr grossen Reiz auf mich aus.
Zerbrochener Käfig
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Sie sehen eine Auswahl der Installationen
Die verwendeten Materialien: Eisen, Schlacke und Pflanzen.

Grube Reden Installationen

Temporäre Installationen im Areal des ehemaligen Bergwerkes Reden
Lore im letzten Licht
Herbst und Stillstand
Die Ruinen des "Schlösschens", der ehemaligen Direktorenvilla der Grube Reden
In Jahrzehnten türmten die Loren eine riesige Halde. Ihre Arbeit ist beendet.
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Gondwana Park Baustelle
Nachtrag 2008
Nach 150 Jahren Bergbau wird in der 1846 eröff-
neten Grube die Förderung endgültig eingestellt.
Aktuell versucht man nun mit einem Freizeitpark,
GONDWANA - das Praehistorium, dem freige-wordenen Gelände ,wieder Leben einzuverleiben.
Ansicht der Grube Reden 2008