Wagner - Studien
   Ab 1988 wurde Richard Wagner ein Thema. Begeistert durch die Ring Inzenierungen in Bayreuth (1976 - 80) von Patrice Chéreau gab es auch meinerseits eine Lust sich dieses Reigens anzunehmen. Der Begriff "Gesamtkunstwerk" war in diesen Jahren oft zu hören und wurde auch von Künstlern wie z.B. Joseph Beuys in der Öffentlichkeit thematisiert.

   Der Kontext zu meinen Helden dieser Zeit war auch gegeben. Nietzsche oder Baudelaire, da gab es viele Verflechtungen. Nietzsche der frühe Bewunderer Wagners, der sich später von dessen religiös- eklektizistischen Inhalten distanzierte, sich der Emotion seiner Musik aber nie so ganz entziehen konnte. Baudelaire, den Wagner in seiner Pariser Zeit kennen lernte und in seiner Biografie "Mein Leben" als "einem Menschen von sehr ungewöhnlichem Geist", mit "ungestümer Energie" charakterisierte. (Baudelaire hatte zwei Konzerten im Saale des Italiens besucht und eine tiefe Freude bei dieser Musik empfunden.)

   Für mich war die Vorstellung der Oper als Gesamtkunstwerk, also eine Möglichkeit die Disziplinen der Kunst zusammen zu führen, ein sehr überzeugender Gedanke. Die Kraft der Musik, ihre Möglichkeit hinter dem Wort der Dichtung auch die Emotion sichtbar werden zu lassen, die Verknüpfung über das Bühnenbild und die Kostüme hin zur Bildenden Kunst, - alles das wurde dann über einige Jahre hinweg zum Motor einer Auseinandersetzung mit den Wagner-Opern - und dort vor allem mit dem "Ring des Nibelungen".

   Ein richtiger Zyklus ist es nicht geworden. Die Bilder sind verstreut, verkauft in Privatbesitz. Die hier abgebildeten Arbeiten sind mir verbliebene Studien die ein wenig diese Zeit dokumentieren.

   An dieser Stelle noch eine kleine Empfehlung: Das Werk Wagners ist mit vielen Urteilen und leider auch Vorurteilen belastet. Dem am Thema Interessierten empfehle ich das noch immer zu wenig bekannte "Wagner -Brevier" von G.Bernard Shaw. Der dunkle Ballast und das "tiefensüchtige Brimborium"(Zit.Thomas Mann) ist mit dieser Interpretation schnell aus den Gedanken gefegt und eröffnet erhellende Perspektiven.

Studie zu Erda
Aquarell und Zeichnung auf Karton.1992
Mal' ich bei Wagner
Mischtechnik auf Papier und Karton. 1988
Rheingold 1 Akt
Erste Szene  
Bühnenbild  Entwurf
Gouache und Zeichnung auf Karton 1991

Mime und Alberich
Gouache auf Karton 1992
Rheingold
"Weiche Wotan weiche"  
Studie
Zeichnung, Tusche, Gouache auf Tonkarton. 1992
Studie zur Walküre 2 Akt
Aquarell auf Tonkarton 1990

Walküre
1 Akt 2 Szene "Müde am Herd fand ich den Mann" Bühnenbild Entwurf
Mischtechnik auf Karton 1990
Walküre
3 Akt 1 Szene " Wo ist Brünhild" Bühnenbild Entwurf
Mischtechnik auf Karton 1990
Walküre - Feuerzauber
Tusche auf Papier 1990
Waldweben
z
u Siegfried
Eitempera auf Karton 1996
Siegfrieds Tod
Eitempera auf Karton 1996
Walküre
3 Akt 3 Szene "Loge hür" Bühnenbild Entwurf 1990
Götterdämmerung
1 Akt 1 Szene
Gouache auf Karton 1992
Götterdämmerung
1 Akt 1 Szene
Zeichnung 1992
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Entwurf_zum_Ring_des_Nibelungen_von Richard_Wagner_Studie_von_Christoph_M_Frisch
Entwurf für den Rhein in Form eines Beckens auf dessen Grund sich das Anagramm Richard Wagners befindet.

Mischtechnik auf Karton 46 x 32 cm. 1992